Skiurlaub mit Folgen

Wie jedes Jahr ging es auch in 2011 zum Skiurlaub ins Salzburger Land nach Flachau-Wagrain. Los ging es am Freitag Nachmittag bei schönstem Wetter. Im Gegensatz zu den letzten Jahren, brauchte man in diesem Jahr aber keine Schneeketten auflegen. Ich informierte mich ja schon Tage vorher über die Wettersituation, natürlich auch, weil ich eventuell den ein oder anderen Gleitschirmflug machen wollte. Im Tal 0°C, auf dem Gipfel +10°C: stabile Inversionswetterlage und das letztendlich 6 Tage lang.
Die erste Auffahrt am Samstag Morgen hat mich aber dennoch überrascht, weil ich wohl eines vergessen hatte: mir die Höhenwinde anzuschauen. Im Tal Nullwind, auf 1.800m 70km/h Westwind. Das hat sich auch am Sonntag nicht geändert. Trotz der warmen Temperaturen in der Höhe konnte man bis in den Nachmittag rein ganz gut skifahren.
roentgenbild Am Montag habe ich mir dann meinen Gleitschirmhelm mit der Helmkamera aufgesetzt und wollte den Tag über ein bisschen Videos aufnehmen. Weit kam ich damit aber nicht. Mich hats bei der ersten Abfahrt auf flacher frisch präparierter Piste zerlegt. Die weiteren Stationen des Tages: Skirettung ins Tal - Rotes Kreuz Fahrt zum Arzt - Röntgenbild - privater Transport ins Klinikum Schwarzach - Unfallaufnahme - CT-Aufnahme des linken Knies - Anästhesieberatung - OP - drei Schrauben.
Bis Freitag musste ich dann noch im Krankenhaus verbringen, um dann mit dem privaten Krankentransport wieder nach Hause zu fahren.
Eigentlich wollte ich ja auch Gleitschirmfliegen gehen, aber das konnte ich mir ja dann abschminken. Und wie hat ein Arbeitskollege so schön gesagt: "Die Geschichte ist schon ein bisschen komisch... du wolltest Fliegen - das Wetter war aber zu schlecht und am Ende bist du trotzdem geflogen!"
 


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